
Stark gegen Cybermobbing:
Techniken zur Emotionsregulation
Deine Begleit-Website zum Cybermobbing-Würfel
Manchmal passiert alles gleichzeitig: Gedanken, Sorgen, Bilder und Gefühle rasen durch deinen Kopf. Das kann sehr stressig sein – besonders, wenn du online mit Mobbing, fiesen Kommentaren oder unfairen Posts konfrontiert wirst.
Diese Website zeigt dir Strategien und Übungen, die dir helfen können:
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dich schnell zu beruhigen,
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wieder klarer zu denken,
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und mehr Kontrolle über deine Gefühle zu bekommen.
Du kannst diese Übungen überall machen: in der Schule, zu Hause, unterwegs oder direkt, wenn online etwas passiert, das dich belastet.

Anleitung zu den Übungen
Wenn dein Kopf voll ist, hilft es, dich wieder ins Hier und Jetzt zu holen.
Übung 1: 5-Sinne-Check 🧩
Wann sie hilft: Wenn du dich überfordert fühlst, im Gedankenkarussell steckst oder nicht weißt, wie du reagieren sollst.
So geht's:
1. Schau dich um
→ Zähle 5 Dinge, die du sehen kannst (Poster, Stuhl, Fenster, Schuhe, Handy).
2. Fühl dich rein
→ Nenne 4 Dinge, die du spürst (Pulli, Boden, Tischplatte, Handy in der Hand).
3. Hör genau hin
→ Finde 3 Geräusche um dich herum (Vogelgezwitscher, Stimmen, Musik).
4. Riech bewusst
→ Nenne 2 Gerüche (Parfüm, Essen, frische Luft).
5. Schmeck den Moment
→ Achte auf 1 Geschmack (Kaugummi, Essen, Trinken).
Warum das wirkt: Dein Gehirn kann nicht gleichzeitig deine Sinne wahrnehmen und negative Gedanken wälzen. Der 5-Sinne-Check bringt dich zurück ins Hier und Jetzt.

Dein Atem ist wie ein innerer Notfallknopf.
Übung 2: Atemanker 🌬️
Wann sie hilft: Wenn dein Herz rast, du wütend bist, Angst hast oder dich fiese Nachrichten aufregen.
So geht's:
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Atme tief durch die Nase ein → zähle bis 4.
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Halte den Atem kurz an → zähle bis 2.
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Atme langsam durch den Mund aus mit zusammengepressten Lippen → zähle bis 6.
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Wiederhole das mindestens fünfmal.
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Tipp: Stell dir vor, du pustest ganz langsam eine Kerze aus – das hilft, ruhig zu bleiben.
Warum das wirkt: Langsames Atmen aktiviert dein körpereigenes Entspannungssystem (Parasympathikus). Dein Herzschlag beruhigt sich, Stresshormone sinken und dein Kopf wird klarer.

Dein Kopf ist wie ein Bücherregal: Du entscheidest, welche Bücher gerade offen sind.
Übung 3: Gedankenparkplatz 🧠
Wann sie hilft: Wenn dein Kopf voll ist, du dich überfordert fühlst oder Gedanken immer wieder kreisen. Besonders hilfreich, wenn dich Nachrichten, Kommentare oder Posts nicht loslassen.
So geht’s:
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Alles rauslassen → Schreib alle Gedanken auf, die dir durch den Kopf gehen – wirklich alle. (z. B. „Was, wenn alle über mich reden?“, „Ich hab morgen Mathe“, „Der Kommentar war so unfair“, „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll.“)
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Keine Bewertung → Es geht nicht darum, ob Gedanken richtig oder falsch sind. Einfach aufschreiben, was da ist.
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Parkplatz schaffen → Leg das Blatt, auf dem du geschrieben hast, bewusst beiseite → Zum Beispiel in einen Umschlag, Ordner oder eine Box.
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Entlastung spüren → Sag dir innerlich: „Meine Gedanken sind sicher geparkt. Ich kümmere mich später darum.“
Warum das wirkt: Durch das Aufschreiben werden Gedanken aus dem Kopf geholt → weniger Grübelstress. Dein Gehirn weiß: „Alles ist gespeichert“ → du kannst dich kurzzeitig entspannen. Später kannst du die Gedanken in Ruhe anschauen – z. B. gemeinsam mit einer vertrauten Person oder Therapeut:in.

Wahrnehmen, ohne zu bewerten: Bleib' im Hier und Jetzt!
Zwei einfache Achtsamkeitsübungen
1. Achtsamkeits-Atem 🌿
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Setz dich bequem hin
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Leg eine Hand auf deinen Bauch
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Atme tief ein, spür, wie sich dein Bauch hebt
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Atme langsam aus
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Lass Gedanken einfach vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel
2. Die Schokoladenübung 🍫
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Nimm ein kleines Stück Schokolade (oder Rosine/Bonbon). Handy kurz weg, einmal bequem hinsetzen.
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Guck’s an wie ein:e Detektiv:in: Farbe, Form, kleine Risse/Glanz.
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Fühl mit den Fingern: glatt, rau, warm/kalt?
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Riech dran: Was nimmst du wahr – eher süß, bitter, nach Kakao?
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Leg’s auf die Zunge. Noch nicht kauen. Beobachte: schmilzt es, kribbelt’s, wie verändert sich der Geschmack?
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Jetzt langsam kauen und schlucken.
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Check-out: Was war neu im Vergleich zu “normal schnell essen”? (1 Satz reicht)
💡 Ziel: Trainiere, mit allen Sinnen präsent zu sein.
Du denkst dir "Was fürn crazy Zeug soll ich da machen?" - dann kannst du dir auch die Videoanleitung anschauen. Die Übungen kommen aus dem Bereich der Achtsamkeit. John Kabat-Zinn ist da ein Experte und hat auch eine Audio-Anleitung zur Rosinen-Übung: Die Rosinenübung
